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Nach einer süffigen Geburtstagsfeier am 31.12. 09 in Kallmuth, ließ ich vorsorglich mein Fahrzeug stehen und mich nach Hause fahren. Neujahr war dann ein gemütlicher Tag zu zweit vor dem Kaminfeuer – wer braucht dafür schon ein Auto. Der 2. Januar bot sich wettertechnisch dann dazu an mal wieder in den Besitz meines Wagens zu kommen. Klare, kalte Luft, die Sonne ließ sich ab und an sehen und die Landschaft war mit Reif leicht überzogen – bestes „Fotowetter. Kurz die interessanteste Streckenführung gegoogelt, warm angezogen, die Kamera in den Rucksack und los ging es per pedes meinen Benz in Kallmuth abzuholen. Die ersten interessanten Fotomotive tauchten bald auf und so lief ich mehr im Zick Zack als auf direktem Wege meinem Ziel entgegen.

Unterhalb von Dottel machte ich auf einem Parkplatz dann eine Entdeckung über die am 13.01.2010 im Kölner-Stadt-Anzeiger berichtet wurde...

Wilde Altreifenentsorgung bei DottelWegekreuz bei DottelDolden im Reif

 

– unerlaubte Altreifenentsorgung.

Die ca. 30 Reifen lagen, entgegen der Vermutung des KSTA nicht erst seit Mitte der 2. KW, sondern schon mindestens seit dem 1.1.2010 auf dem Platz. Die Reifen waren leicht beschneit und es waren keine frischen Reifenspuren zu sehen als ich meine 2 Fotos um 15:55 Uhr schoss. Mir als Fotograf und zugleich Reifenhändler fehlt für solch ein Verhalten jegliches Verständnis (der Menge und Häufigkeit nach könnte es sich bei dem „Altreifen-Entsorger“ um einen „grauen Schrauber“ handeln). Auf der Suche nach schönen Landschaftsfotos sind Altreifen im Gelände nicht wirklich das i-Tüpfelchen. Schon mehrfach habe ich diese unschönen Entsorgungsmethoden gesehen oder von ihnen erfahren. Und das nicht nur in Bezug auf Altreifen. Parkplätze mutieren in der Eifel so langsam aber sicher zu Müllentsorgungsplätzen.

Das Grundübel liegt dabei auf der Hand. Zu Zeiten, da der Bürger der umliegenden Gemeinden noch gratis einen „Kofferraum“ voll Müll auf der Deponie entsorgen konnte, waren solch „Müllparkplätze“ die seltene Ausnahme. Nun aber ist jeder Deponiebesuch mit Kosten verbunden. So kosten Beispielsweise bis 200kg und unter einem Kubikmeter Müll 10 Euro. Das schmerzt manchem im Portemonnaie, besonders in „schlechten Zeiten“ und so wird nach „alternativen Entsorgungsmöglichkeiten“ gesucht.

Diesen wilden Müll einer ordentlichen Entsorgung zuzuführen kostet aber nun ein Vielfaches – das wiederum wird per Müllgebühren dem Bürger wieder aus der Tasche gezogen. Da wäre es doch sinnvoller die kostenfreie Anlieferung auf der Deponie wieder einzuführen. Gegenrechnen könnte man diese Privatanlieferungen mit den per Postkarte anmeldbaren 4 kostenfreien Sperrmüllabfuhren pro Jahr.

Bezüglich der Altreifenentsorgung biete ich den Bürgern der umliegenden Gemeinden bis zum 15.04.2010 folgende Sonderaktion an:

Entsorgung PKW oder Motorrad Altreifen ohne Felge: 2 Euro/Stück (Deponiepreis: 2,50 Euro)
Entsorgung PKW oder Motorrad Altreifen mit Felge: 3 Euro/Stück (Deponiepreis: 4,20 Euro)
Bei verschmutzten Reifen /Felgen kostet die Entsorgung das Doppelte – bitte säubert daher die Reifen wenn sie seit Jahren im Garten und/oder Dreck lagen oder bringt sie zur Deponie.

Vorherige telefonische Absprache (02441-771546) bezüglich Menge und Anlieferzeitraum ist erforderlich. Bitte nicht einfach bei mir in den Hof werfen. Das werte ich sonst ebenfalls als wilde Entsorgung und das kann ein Bußgeld von bis zu 510 Euro verursachen.

(§ 61 Abs. 1 Nrn. 1 und 2 KrW-/AbfG
Wer außerhalb einer dafür zugelassenen Abfallbeseitigungsanlage nach Maßgabe der Vorschriften des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes zu verwertende oder zu beseitigende Altreifen behandelt (z.B. verbrennt), lagert, ablagert zahlt bei Mengen bis 5 Stück 80-200 Euro Bußgeld und bei größere Mengen 200- 510 Euro Bußgeld.)

Hinweise zu den bei Dottel gefundenen Reifen nehmen das Ordnungsamt der Gemeinde Kall (02441/88854), die Polizei in Schleiden (02445/8580) oder der Polizeibezirksdienst im Kaller Rathaus (02441/6602) entgegen.

Ansonsten habe ich an diesem Tag aber noch ein paar schöne Fotos schießen können.